Zum Inhalt springen

Grammatik

Kurze Lektionen mit Tabellen, Beispielen mit Otti und seinen Freunden und ein paar Lücken zum Üben. Eine Lektion dauert fünf Minuten.

Niveau B2

  1. Die indirekte Rede: Er sagt, er habe keine Zeit
    Für die Worte von anderen hat das Deutsche eine eigene Verbform, den Konjunktiv I: Emil sagt, er habe keine Zeit. Sie zeigt, dass jemand anderes das gesagt hat, und du findest sie vor allem in den Nachrichten und in geschriebenen Texten.
  2. Der Konjunktiv II der Vergangenheit: Wenn ich das gewusst hätte…
    Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich früher gekommen. Mit hätte oder wäre und dem Partizip sprichst du über eine Vergangenheit, die so nicht passiert ist: verpasste Chancen, Dinge, die du bereust, und was jemand hätte tun sollen.
  3. Mehr Passiv: muss repariert werden, ist repariert worden
    Die Heizung wird repariert kennst du aus B1. Hier bekommt das Passiv ein Modalverb (muss repariert werden), ein Perfekt (ist repariert worden) und einen Partner, der das Ergebnis zeigt (ist repariert).
  4. Ohne werden: man, sich lassen, sein + zu, -bar
    Das lässt sich reparieren. Die Rechnung ist bis Freitag zu bezahlen. Das ist machbar. Im Deutschen gibt es mehrere Wege, ohne das Passiv mit werden zu sagen, was man machen kann oder muss.
  5. Partizipien als Adjektive: die schlafende Katze, das reparierte Fahrrad
    Beide Partizipien können wie ein Adjektiv vor einem Nomen stehen und bekommen die normalen Endungen: die schlafende Katze, das reparierte Fahrrad. In geschriebenen Texten bringen sie oft noch andere Wörter mit: die gestern gekaufte Lampe.
  6. Der Nominalstil: wegen des Regens, nach seiner Ankunft
    Geschriebenes Deutsch mag Nomen, wo man beim Sprechen Verben benutzt: nach seiner Ankunft statt nachdem er angekommen war. Hier lernst du, wie diese Nomen entstehen, welchen Artikel sie haben und wie du einen Satz voller Nomen liest.
  7. Wie und mit welcher Folge: indem, sodass, ohne … zu
    Indem und dadurch, dass sagen, wie man etwas macht, sodass und so …, dass sagen, was daraus folgt. Je … umso verbindet zwei Dinge, die zusammen wachsen, und ohne … zu und anstatt … zu sagen, was nicht passiert.
  8. Modalverben für Vermutungen: Er muss den Bus verpasst haben
    Modalverben können auch sagen, wie sicher du bist: muss (fast sicher), dürfte (wahrscheinlich), kann oder könnte (vielleicht). Soll und will geben weiter, was andere sagen. Für die Vergangenheit stehen das Partizip und haben oder sein am Ende: Er muss den Bus verpasst haben.
  9. Funktionsverbgefüge: eine Entscheidung treffen
    In eine Entscheidung treffen trägt das Nomen die Bedeutung, das Verb allein bedeutet kaum etwas. Solche Paare findest du überall in E-Mails bei der Arbeit, in Berichten und in den Nachrichten. Lerne sie darum als Einheit.
  10. Präpositionen mit Genitiv: innerhalb, aufgrund, dank
    Wegen, trotz, während und statt kennst du aus B1. Im geschriebenen Deutsch gibt es noch mehr Präpositionen mit Genitiv, zum Beispiel innerhalb, außerhalb, aufgrund, bezüglich und dank. Beim Sprechen nimmt man oft den Dativ.
  11. Relativsätze mit wer, was und wo: alles, was ich weiß
    Nicht jeder Relativsatz beginnt mit der, die oder das. Wer bedeutet „jeder, der“, was steht nach alles, etwas oder das Beste, und mit einer Präposition wird aus was dann worüber oder womit.
  12. Modalpartikeln: doch, ja, mal, halt
    Kleine Wörter wie doch, ja, mal oder halt ändern nichts an den Fakten im Satz, aber sie zeigen, wie du dazu stehst: freundlich, überrascht, ein bisschen ungeduldig. Sie gehören zur gesprochenen Sprache, und ohne sie klingst du wie ein Lehrbuch.