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Grammatik · B1

Relativsätze: der, den, dem, denen

Ein Relativsatz beschreibt ein Nomen: der Kollege, der neben mir sitzt. Er beginnt mit der, die oder das, davor steht ein Komma, und das Verb steht am Ende.

Ein Satz für ein Nomen

Nebensätze kennst du aus A2: Nach weil oder dass steht das Verb am Ende. Ein Relativsatz funktioniert genauso, aber er beschreibt ein Nomen. Er sagt, wen oder was du meinst: Das ist der Kollege, der neben mir sitzt.

Er beginnt mit einem Relativpronomen (der, die, das). Das ist ein kleines Wort, das auf das Nomen zurückzeigt. Das Pronomen passt zum Nomen: der Kollege → der, die Wohnung → die, das Fahrrad → das, die Nachbarn → die.

Der Relativsatz steht direkt nach seinem Nomen. Davor steht ein Komma, und wenn der Satz weitergeht, auch danach: Die Nachbarn, die über mir wohnen, sind sehr nett.

NomenRelativsatz
der Kollegeder Kollege, der neben mir sitzt
die Wohnungdie Wohnung, die mir gefällt
das Fahrraddas Fahrrad, das im Flur steht
die Nachbarndie Nachbarn, die über mir wohnen

den, dem, denen: der Fall

Das Genus bekommt das Pronomen vom Nomen, den Fall aber von seinem eigenen Satz. Frag also, was es im Relativsatz macht.

Ist es das Subjekt, also die Person, die etwas macht? Dann Nominativ: der Mann, der hier wohnt. Ist es die Person oder Sache, mit der man etwas macht? Dann Akkusativ, und nur der ändert sich: der Mann, den ich kenne. Braucht das Verb den Dativ, wie helfen oder gehören? Dann Dativ: der Mann, dem ich helfe.

Die Formen sind dieselben wie bei den Artikeln der, die, das, mit einer Ausnahme: Im Dativ Plural heißt das Pronomen denen, nicht den.

FallmaskulinfemininneutralPlural
Nominativderdiedasdie
Akkusativdendiedasdie
Dativdemderdemdenen

Mit Präposition

Oft braucht der Relativsatz eine Präposition: wohnen mit, sprechen über, warten auf. Die Präposition steht dann am Anfang, direkt vor dem Pronomen: die Freundin, mit der ich wohne.

Den Fall bestimmt wie immer die Präposition: mit braucht den Dativ (mit der, mit dem), für und über den Akkusativ (für den, über den).

Die Präposition steht nie am Ende des Relativsatzes.

VerbRelativsatz
wohnen mitdie Freundin, mit der ich wohne
sprechen überder Film, über den wir sprechen
warten aufder Bus, auf den ich warte
arbeiten beidie Firma, bei der Emil arbeitet

wo für Orte

Bei einem Ort kannst du wo statt in dem oder in der sagen: die Stadt, wo ich wohne bedeutet dasselbe wie die Stadt, in der ich wohne.

Nach dem Namen einer Stadt oder eines Landes sagt man immer wo, denn der Name hat keinen Artikel: Berlin, wo Otti jetzt lebt.

Beim Sprechen nimmt man für Orte meistens wo. Beim Schreiben klingt in dem oder in der etwas formeller.

Mit PräpositionMit wo
die Stadt, in der ich wohnedie Stadt, wo ich wohne
das Café, in dem wir uns treffendas Café, wo wir uns treffen
der Park, in dem Kalle joggtder Park, wo Kalle joggt

Füll die Lücken

  1. Kennst du den Mann, ___ dort an der Haltestelle wartet?

  2. Die Wohnung, ___ Otti gemietet hat, ist hell und ruhig.

  3. Der Film, ___ wir gestern gesehen haben, war spannend.

  4. Die Kollegen, ___ Frida hilft, sind neu im Team.

  5. Das ist Lotte, mit ___ ich für die Prüfung lerne.

  6. Das Paket, auf ___ Bruno wartet, kommt heute.

  7. Die Suppe, die Bruno ___, ist noch heiß.

  8. Das ist der Kleingarten, ___ Lotte Tomaten und Kräuter anbaut.

Kommt vor in: Otti sucht eine Wohnung, Otti unterschreibt den Mietvertrag, Bruno zieht in eine WG, Frida repariert ihr Fahrrad, Bruno kauft online ein, Otti auf dem Flohmarkt, Lotte geht ins Theater, Emil startet einen Podcast

Nächste Lektion · B1

Das Passiv: Die Heizung wird repariert

Im Passiv ist die Handlung wichtig, nicht die Person, die sie macht: Die Heizung wird repariert. Du bildest es mit werden und dem Partizip, das du aus dem Perfekt kennst.