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Grammatik · B1

Das Ziel: um … zu, damit und zu + Infinitiv

Mit um … zu und damit sagst du, wozu man etwas macht. Und viele Verben und Ausdrücke brauchen ein zweites Verb mit zu: Ich habe vergessen, dich anzurufen.

Um … zu: das Ziel

Um … zu sagt, warum jemand etwas macht: das Ziel. Otti lernt Deutsch, um in Berlin zu arbeiten. Um steht am Anfang, zu und der Infinitiv (die Grundform des Verbs, wie im Wörterbuch) stehen ganz am Ende. Vor um steht immer ein Komma.

Dieser Teil hat kein Subjekt und kein Verb mit Endung. Darum geht er nur, wenn beide Teile über dieselbe Person sprechen: Otti lernt, und Otti will arbeiten.

Hauptsatzum … zu
Otti lernt Deutsch,um in Berlin zu arbeiten.
Kalle steht früh auf,um in den Wald zu gehen.
Wir sparen Geld,um eine Reise zu machen.

Damit: eine andere Person

Wenn die zwei Teile über verschiedene Personen sprechen, nimmst du damit. Damit funktioniert wie weil: ein ganzer Satz mit Subjekt, das Verb steht am Ende. Ich erkläre es dir noch einmal, damit du es verstehst.

Bei derselben Person geht damit auch, aber um … zu ist kürzer und klingt natürlicher: Ich lerne viel, damit ich die Prüfung bestehe. Ich lerne viel, um die Prüfung zu bestehen.

Wer?Beispiel
dieselbe PersonIch lerne viel, um die Prüfung zu bestehen.
dieselbe PersonIch lerne viel, damit ich die Prüfung bestehe.
eine andere PersonIch erkläre es dir, damit du es verstehst.

Zu nach Verben und Ausdrücken

Viele Verben und Ausdrücke brauchen ein zweites Verb mit zu, aber ohne um: Ich habe vergessen, dich anzurufen. Es ist wichtig, genug zu schlafen. Hast du Lust, ins Kino zu gehen?

Häufig sind vergessen, anfangen, aufhören, versprechen, Lust haben, Zeit haben, es ist wichtig und es ist schwer. Der Teil mit zu steht meistens nach einem Komma am Ende des Satzes.

Satzanfangzu + Infinitiv
Ich habe vergessen,dich anzurufen.
Es ist wichtig,genug zu schlafen.
Hast du Lust,ins Kino zu gehen?
Lotte hat angefangen,Portugiesisch zu lernen.

Trennbare Verben und Modalverben

Bei trennbaren Verben steht zu zwischen den zwei Teilen, und alles bleibt ein Wort: anrufen → anzurufen, aufstehen → aufzustehen, einkaufen → einzukaufen. Nach um ist es genauso: um früh aufzustehen.

Nach Modalverben steht nie zu: Ich muss morgen früh aufstehen, nicht Ich muss morgen früh aufzustehen. Vergleiche: Es ist schwer, früh aufzustehen.

Infinitivmit zu
anrufenanzurufen
aufstehenaufzustehen
einkaufeneinzukaufen
mitkommenmitzukommen

Füll die Lücken

  1. Frida steht früh auf, ___ vor der Arbeit zu joggen.

  2. Bruno kocht sehr viel, ___ alle Gäste satt werden.

  3. Emil hat leider vergessen, Frida zum Geburtstag ___.

  4. Wir müssen morgen schon um sechs ___.

  5. Hast du Lust, heute Abend mit uns ins Theater ___?

  6. Lotte erklärt Otti die Spielregeln, ___ er mitspielen kann.

  7. Es ist wichtig, regelmäßig eine Pause ___.

  8. Kalle fährt mit dem Rad, ___ die Umwelt zu schützen.

Kommt vor in: Kalle lebt gesund, Lotte bereitet sich auf die Prüfungen vor, Otti schreibt eine formelle E-Mail, Frida singt im Chor, Frau Hilde erklärt deutsche Bräuche, Kalle schützt das Klima, Frida trainiert für den Berlin-Marathon, Frida geht zur Physiotherapie

Nächste Lektion · B1

Relativsätze: der, den, dem, denen

Ein Relativsatz beschreibt ein Nomen: der Kollege, der neben mir sitzt. Er beginnt mit der, die oder das, davor steht ein Komma, und das Verb steht am Ende.