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Grammatik · B1

Der Genitiv: das Auto meines Bruders

Der Genitiv sagt, wem etwas gehört: die Tür des Hauses, Ottis Fahrrad. Man liest ihn öfter, als man ihn hört, und er steht nach wegen, trotz, während und statt.

Wessen? des und der

Der Genitiv antwortet auf die Frage wessen? Er steht nach dem Nomen, zu dem er gehört: das Auto meines Bruders.

Maskuline und neutrale Nomen nehmen des, und das Nomen selbst bekommt ein -s: der Bruder → des Bruders, das Fahrrad → des Fahrrads. Ein Nomen auf -s oder -ß bekommt -es (das Haus → des Hauses), viele kurze Wörter auch (des Tages). Feminine Nomen und der Plural nehmen der, und das Nomen bleibt, wie es ist: die Tür der Wohnung, die Zimmer der Kinder.

Ein paar maskuline Nomen bekommen -n statt -s: des Kollegen, des Nachbarn. ein, kein und mein funktionieren genauso wie des und der: eines Freundes, meiner Schwester.

FallmaskulinfemininneutralPlural
Nominativder Bruderdie Schwesterdas Fahrraddie Kinder
Genitivdes Brudersder Schwesterdes Fahrradsder Kinder
Genitiv mit meinmeines Brudersmeiner Schwestermeines Fahrradsmeiner Kinder

Namen: Ottis Fahrrad

Mit Namen ist es leicht: Häng ein -s an und stell den Namen vor das Nomen, ohne Artikel und ohne Apostroph: Ottis Fahrrad, Fridas Idee, Frau Hildes Balkon.

Mit Städten und Ländern geht das auch: Berlins Parks. Ein Name, der schon auf -s, -ß, -x oder -z endet, bekommt statt -s einen Apostroph: Hans' Auto. Beim Sprechen sagt man meistens das Auto von Hans.

NameGenitiv
OttiOttis Fahrrad
FridaFridas Idee
Frau HildeFrau Hildes Balkon
BerlinBerlins Parks
HansHans' Auto

wegen, trotz, während, statt

Nach vier häufigen Präpositionen steht der Genitiv, nämlich nach wegen, trotz, während und statt: wegen des Staus, trotz des Regens, während der Arbeit, statt eines Autos.

Wegen nennt einen Grund wie weil, trotz einen Gegensatz wie obwohl, aber ohne ganzen Nebensatz: Wegen des Staus kommt Kalle zu spät. Während kennst du aus den Temporalsätzen (während ich koche). Als Präposition steht es mit einem Nomen im Genitiv: während der Arbeit.

Beim Sprechen benutzen viele nach wegen und trotz den Dativ: wegen dem Regen. Das hörst du überall, aber in einer E-Mail oder einem Brief schreibst du den Genitiv.

PräpositionBeispiel
wegenwegen des Staus
trotztrotz des Regens
währendwährend der Arbeit
stattstatt eines Autos

Beim Sprechen: von + Dativ

Der Genitiv klingt ein bisschen formell. Du liest ihn in Briefen, Verträgen und Nachrichten. Im Alltag sagt man oft von + Dativ: das Auto von meinem Bruder, die Tür von dem Haus (vom Haus).

Beides ist richtig. Mit Freunden sagst du von, und den Genitiv schreibst du in formellen Texten, zum Beispiel in einer E-Mail an deinen Vermieter.

GeschriebenGesprochen
das Auto meines Brudersdas Auto von meinem Bruder
die Tür des Hausesdie Tür vom Haus
die Idee meiner Freundindie Idee von meiner Freundin
wegen des Regenswegen dem Regen

Füll die Lücken

  1. Das ist das Auto ___ Bruders.

  2. Die Fenster ___ Wohnung sind sehr groß.

  3. Die Farbe des ___ gefällt mir sehr.

  4. ___ Fahrrad ist schon wieder kaputt.

  5. ___ der Arbeit hat Frida keine Zeit für private Anrufe.

  6. Wegen ___ Wetters fällt das Picknick leider aus.

  7. Das ist der Laptop von ___ Bruder.

  8. Die Idee ___ Kollegin hat allen gefallen.

Kommt vor in: Otti unterschreibt den Mietvertrag, Emil zerkratzt ein Auto, Otti schreibt eine formelle E-Mail, Die Freunde beim Karneval der Kulturen, Lotte und die sozialen Medien, Kalle liest die Zeitung, Emil macht sich selbstständig

Nächste Lektion · B1

Werden und das Futur: Das wird schon klappen

Werden hat drei Aufgaben: Es zeigt eine Veränderung, es bildet das Futur mit einem Infinitiv am Ende, und es bildet das Passiv. Für Pläne sagt man meistens einfach das Präsens mit einer Zeitangabe.