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Grammatik · B1

Grund und Gegensatz: weil, denn, deshalb, obwohl, trotzdem

Für einen Grund und für einen Gegensatz gibt es im Deutschen mehrere Wörter. Sie bedeuten fast dasselbe, aber das Verb steht jedes Mal woanders: am Ende, auf Position zwei oder direkt nach dem Wort.

Weil, da und denn: der Grund

Weil kennst du schon aus A2: Das Verb steht am Ende. Da bedeutet dasselbe und funktioniert genauso. Es klingt etwas formeller und steht oft am Anfang: Da der Zug Verspätung hatte, kam ich zu spät.

Auch denn nennt einen Grund, aber es funktioniert wie und oder aber: Es hat keine eigene Position, danach kommt die normale Wortstellung mit dem Verb auf Position zwei. Ich bleibe zu Hause, denn ich bin krank.

Ein Satz mit denn steht immer nach dem Satz, den er erklärt. Und auf die Frage Warum? antwortest du mit weil: Weil ich arbeiten muss.

Deshalb, deswegen, darum: die Folge

Deshalb, deswegen und darum sehen es von der anderen Seite: zuerst der Grund, dann die Folge. Es regnet, deshalb nehmen wir den Bus.

Sie sind Adverbien, also Wörter wie heute oder dann mit einer eigenen Position. Sie stehen auf Position eins, das Verb kommt direkt danach und dann das Subjekt: deshalb nehmen wir, nicht deshalb wir nehmen.

Alle drei bedeuten dasselbe. Nimm das Wort, das dir am besten gefällt.

GrundPosition 1Position 2 (Verb)Rest
Es regnet,deshalbnehmenwir den Bus.
Ich bin müde,deswegengeheich früh ins Bett.
Der Laden ist zu,darumkaufenwir morgen ein.

Obwohl und trotzdem: der Gegensatz

Obwohl leitet etwas ein, das eigentlich gegen den Hauptsatz spricht, ihn aber nicht stoppt. Es funktioniert wie weil: Das Verb steht am Ende. Kalle geht joggen, obwohl es regnet.

Trotzdem ist der Partner von deshalb: ein Adverb auf Position eins, danach das Verb. Es regnet, trotzdem geht Kalle joggen.

Also: Mit weil und deshalb kommt die Folge, die man erwartet. Mit obwohl und trotzdem kommt das Gegenteil.

Die Wortstellung auf einen Blick

Es gibt drei Gruppen. Weil, da und obwohl schicken das Verb ans Ende. Denn hat keine eigene Position, danach kommt die normale Wortstellung. Deshalb, deswegen, darum und trotzdem stehen selbst auf Position eins, darum kommt das Verb direkt danach.

Im Alltag hört man am häufigsten weil und deshalb. Da klingt formeller und passt gut in einen Brief.

WortVerbBeispiel
weilam EndeIch bleibe zu Hause, weil ich müde bin.
daam EndeDa ich müde bin, bleibe ich zu Hause.
obwohlam EndeIch gehe aus, obwohl ich müde bin.
dennauf Position 2Ich bleibe zu Hause, denn ich bin müde.
deshalbdirekt danachIch bin müde, deshalb bleibe ich zu Hause.
trotzdemdirekt danachIch bin müde, trotzdem gehe ich aus.

Füll die Lücken

  1. Ich nehme heute ein Taxi, ___ ich habe schweres Gepäck.

  2. Der Bus hatte Verspätung, ___ kam Lotte zu spät ins Seminar.

  3. Kalle fährt mit dem Rad zur Arbeit, ___ es sehr kalt ist.

  4. Frida war krank, trotzdem ___ zur Chorprobe.

  5. Wir bleiben heute zu Hause, ___ es den ganzen Tag regnet.

  6. Emil hat wenig Geld, ___ kauft er sich ein teures Handy.

  7. ___ das Wetter so schön war, aßen wir im Garten.

  8. Bruno ist gar nicht müde, ___ er die ganze Nacht gearbeitet hat.

Kommt vor in: Otti geht zum Facharzt, Kalle schützt das Klima, Frida und Emil streiten sich, Emil diskutiert mit

Nächste Lektion · B1

Das Ziel: um … zu, damit und zu + Infinitiv

Mit um … zu und damit sagst du, wozu man etwas macht. Und viele Verben und Ausdrücke brauchen ein zweites Verb mit zu: Ich habe vergessen, dich anzurufen.