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Grammatik · B1

Die n-Deklination: der Kollege, den Kollegen

Eine kleine Gruppe maskuliner Nomen bekommt -n oder -en in jeder Form außer einer: der Kollege, aber den Kollegen, dem Kollegen, des Kollegen. Die meisten sind Menschen und Tiere.

Wer gehört dazu

Die meisten maskulinen Nomen ändern nur den Artikel: der Tisch, den Tisch, dem Tisch. Aber eine kleine Gruppe ändert auch das Nomen: Es bekommt -n oder -en in jedem Fall außer im Nominativ Singular (der Form aus dem Wörterbuch).

Wer gehört dazu? Maskuline Nomen für Menschen und Tiere auf -e: der Kollege, der Junge, der Kunde, der Neffe, der Löwe. Wörter für Menschen auf -ent und -ist: der Student, der Journalist. Und ein paar Wörter, die du einfach lernst: der Mensch, der Nachbar, der Herr.

Die femininen Formen sind normal: die Kollegin, die Kundin und die Nachbarin bekommen nichts dazu.

Die Formen

Ein Nomen auf -e bekommt nur -n: der Kunde → den Kunden. Die anderen bekommen -en: der Mensch → den Menschen, der Student → den Studenten. Nachbar und Herr bekommen nur -n: den Nachbarn, den Herrn.

Auch der Genitiv (der Fall für die Frage wessen?) hat -n oder -en, aber kein -s: das Auto des Kollegen.

Der Plural endet auch auf -(e)n: die Kollegen, die Menschen. Nur Herr ist anders: im Singular den Herrn, im Plural die Herren.

Fallder Kollegeder Menschder Nachbarder Herr
Nominativder Kollegeder Menschder Nachbarder Herr
Akkusativden Kollegenden Menschenden Nachbarnden Herrn
Dativdem Kollegendem Menschendem Nachbarndem Herrn
Genitivdes Kollegendes Menschendes Nachbarndes Herrn
Pluraldie Kollegendie Menschendie Nachbarndie Herren

Herr und Name im Alltag

Das Wort Herr steht in vielen Briefen. In der Anrede bleibt es im Nominativ: Sehr geehrter Herr Becker. Aber auf dem Umschlag und nach an, für oder mit bekommt es sein -n: Herrn Becker, mit Herrn Becker.

Der Name ist ein bisschen besonders: Im Genitiv bekommt er -ns, des Namens. Die anderen Formen sind normal für die Gruppe: den Namen, dem Namen. Der Gedanke funktioniert genauso.

Im lockeren Gespräch hörst du manchmal dem Kollege ohne -n. Beim Schreiben gehört das -n immer dazu.

Fallder Nameder Gedanke
Nominativder Nameder Gedanke
Akkusativden Namenden Gedanken
Dativdem Namendem Gedanken
Genitivdes Namensdes Gedankens

Füll die Lücken

  1. Bei Problemen bittet Otti seinen ___ um Hilfe.

  2. Frida spricht mit dem ___ von oben über die laute Musik.

  3. Am Imbiss gibt Bruno dem ___ die Quittung.

  4. Die Versicherung braucht den Namen des ___.

  5. Frau Hilde erklärt Otti die Bedeutung ihres ___.

  6. Können Sie das Paket bitte ___ Becker geben?

  7. Der ___ aus der Wohnung über uns spielt jeden Abend Gitarre.

  8. Im Kurs hilft Otti einem neuen ___.

Kommt vor in: Frida und die lauten Nachbarn, Emil zerkratzt ein Auto, Otti schreibt eine formelle E-Mail, Bruno eröffnet einen Imbiss, Otti und die künstliche Intelligenz

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Indirekte Fragen: Wissen Sie, wo …?

Können Sie mir sagen, wo …? ist eine höfliche Art zu fragen. Nach dem W-Wort oder ob steht das Verb am Ende, wie in jedem Nebensatz.